Anti-Gewalt-Training AGT

Logo AGT1. Einleitung Anti-Gewalt-Training

Die Bereitschaft zu gewalttätigem Handeln unter Kindern und Jugendlichen nimmt in den vergangenen Jahren stetig zu. Gewalt wird auf sehr unterschiedliche Arten ausgeführt. Mobbing, körperliche Misshandlungen, Erniedrigung oder auch verbale Beleidigungen sind gewalttätige Handlungen, bei denen immer ein Täter und ein Opfer im Spiel sind. Viele Gewalthandlungen sind strafrechtlich nicht immer relevant, hinterlassen jedoch beim Opfer tiefe Spuren und können zu Angst oder Versagen führen. Im schlimmsten Fall wird ein Opfer selbst zum Täter, um aus der eigenen Rolle heraus zu kommen. Gewalt unter Kindern und Jugendlichen, aber auch gegenüber Erwachsenen und älteren Menschen betrifft das soziale Gefüge der Familie ebenso, wie alle Einrichtungen der Jugendhilfe, Schule und sonstigen Einrichtungen, welche mit Kindern und Jugendlichen arbeiten. Ein professioneller Umgang mit gewaltbereiten Kindern und Jugendlichen gewinnt somit zunehmend an Bedeutung.

Das AGT ist eine ambulante Trainingsmaßnahme für delinquente und aggressive Jugendliche/Erwachsene mit einer geringen Frustrationsgrenze. Das Training arbeitet mit den Jugendlichen, mit dem Schwerpunkt nicht den “Täter“ in den Vordergrund zu stellen, sondern die Zweite Seite einer begangenen Tat:

DAS OPFER! Die immer wieder auftretende Perspektive von Seiten des Opfers einer Straftat bewirkt bei dem jugendlichen Täter eine Förderung der Fremdwahrnehmung, sowie eine angemessene Eigenwahrnehmung und letzten Endes die Verantwortung für seine Handlung zu übernehmen. Die Vermittlung der Opferempathie wird durch die deliktbezogene Konfrontation erreicht.

Wer Gewalt vermeiden, verhindern oder sogar deeskalieren will, muss genau wissen worum es sich handelt, wo Ursachen zu suchen und zu finden sind, welche Wirkungen und Spuren Gewalt hinterlässt und woran man Gewalt, auch versteckte, heimliche Alltagsgewalt, erkennen kann.

2. Zielgruppe des Anti- Gewalt- Trainings

Die Zielgruppe des Anti- Gewalt- Trainings sind Jugendliche mit dissozialen, gewaltorientierten Verhaltensmustern beiderlei Geschlechts (14-22 Jahre), die sich wegen nicht allzu schwerwiegender Verfehlungen, die durch ungünstige äußere Einflüsse, Erziehungsmängel oder Fehlerziehung minderen Grades oder durch seelische, geistige oder charakterliche Schwächen oder Störungen bedingt sind, verantworten müssen.

 

3. Methoden

• Empathisches handlungs- und bewegungsorientiertes Trainings- und Seminarprogramm mit Wechseln von knappen Theorieanteilen, praktischen Handlungs- und Trainingssequenzen und Reflexionseinheiten.
• Wahrnehmung und Identifizierung verschiedener Rollen, Beziehungs- und Kommunikations-Strukturen in Gruppen und zwischen Einzelnen.
• Identifizierung von Eskalations- und Deeskalationssignalen.
Perspektivwechsel bei Gewalt- und Konfliktsituationen
• Didaktische Transfer- und Reflexionsphasen.

 

4. Zielsetzungen

• Gewalt, Rassismus, Diskriminierung erkennen, beim Namen nennen und thematisieren können.
• Konstruktiver Umgang mit Konflikten und Erlernen von Zivilcourage.
• Ausbildung von Wahrnehmungskompetenzen.
• Erprobung angemessener Verhaltensweisen und Befähigung zur gewaltfreien effektiven Kommunikation.
• Erkennen und Verhaltensweisen beim Mobbing
Gestärktes Selbstbewusstsein – Mut zur Selbstbehauptung
• Opferrollen verlassen können (möglichst ohne in Täterrollen zu fallen)
• Alternativen zu Täter/-innen – Rollen kennen lernen
• Handlungsalternativen außerhalb traditioneller Geschlechterrollen erfahren
Eigene Ängste annehmen können
• Sensibilisierter wahrnehmen können
• Durch frühzeitiges Wahrnehmen Grenzverletzungen erkennen und Grenzen setzen können
• Über vielfältigere verbale und körpersprachliche Handlungs- und Entscheidungsmöglichkeiten verfügen

Die Persönlichkeit des Teilnehmers soll gestärkt werden und seine Einsichts-Fähigkeit erweitert werden, so dass er Gewalt-Taten als legitime Mittel ablehnt und deren Entwicklung bereits frühzeitig erkennt. So kann er weit im Vorfeld aus eigener Entschluss-Kraft präventiv agieren.

 

5. Organisatorische Aspekte

Das AGT umfasst mindestens 20 Trainingsstunden. Die Aufteilung der Einheiten kann beliebig gewählt werden. Zusätzliche Stunden für die Bewerbungsgespräche der Teilnehmer und eventuelle Abschlussgespräche mit den Leistungsstellen sind in den 20 Std. nicht enthalten. Wir behalten uns vor, bei sehr ausgeprägten Gewaltmustern weitere Gruppengespräche zu empfehlen bzw. von vornherein zu vereinbaren. Das Training findet als Kleingruppe statt, min. 4 bis max. 8 Teilnehmer im Alter zwischen 14 – 22 Jahre. Eine Einteilung nach Geschlecht ist nicht nötig.

Aktiv Zentrum

 

Das Aktiv- Zentrum befindet sich direkt im Herzen Nordenhams.

Natürlich inhabergeführt und von Anfang an konsequent auf den Erfolg seiner Mitglieder ausgerichtet.

Bei uns sind Ihre Erfolge spürbar und messbar.

Kontakt

 

    Telefon: 0172/5437522
    Email:  info@aktivzentrum-nordenham.de
    Adresse:   Marktstr.4
26954 Nordenham